20. Mai 2006 in Amden/SG

Die mitwirkenden Autor/-innen, Schauspieler, Musiker

Christine Kopp

Seit der Ausbildung zur Übersetzerin arbeitet Christine Kopp, geboren 1967, als freiberufliche Übersetzerin, Fachjournalistin und Autorin im Bereich Alpinismus. Sie ist seit 1994 verantwortliche Redaktorin der Alpinismusseiten der Neuen Zürcher Zeitung, arbeitet bei Fachpublikationen mit und hat neun Bergbücher – unter anderem von Loretan, Bonatti und Cassin – übersetzt. Im Jahr 2002 realisierte sie mit zwei Freunden ihren ersten Film über eine Expedition nach Patagonien, der im In- und Ausland Erfolg verzeichnete. 2004 folgte der zweite über den Schriftgestalter Adrian Frutiger, der ebenfalls ausgezeichnet wurde, 2005 arbeitete sie an einem Film über den Schweizer Extrembergsteiger Ueli Steck mit. Wenn sie nicht an ihrem Schreibtisch sitzt, ist sie oft auf Skitouren, beim Klettern oder auf Reisen unterwegs. Ihre liebsten Ziele sind der Himalaja und Alaska. In Nepal, Tibet, Indien, Alaska und Afrika hat sie in den letzten Jahren über zwanzig Reisen organisiert und geleitet. Neben weiten Naturräumen faszinieren sie vor allem die Menschen, die man unterwegs antrifft und mit denen man unterwegs ist. Christine Kopp wohnt in Norditalien am Comersee und in Bern.

Roland Heer

Geboren 1959 in Montreal. Lebt in Zürich, hat eine 10-jährige Tochter, arbeitet als Deutschlehrer in Aarau. Bergsteiger und Sportkletterer der ersten Stunde. Teilnehmer an Expeditionen in den Karakorum und in den Himalaja.
Veröffentlichungen u.a.: «Gleitschirmfliegen», stürtz Verlag, 1992 (Texte zu Fotoband von Röbi Bösch mit Martin Scheel).
«das meer ist leer», Lyrik, Verlag im Waldgut 1993.
«Kadash am Berg» – ein Wortkonzert, CD mit dem Co-Streiff-Sextett, UNIT Recors 1997.

Oswald Oelz (Prof. Dr.)

Geboren 1943 in Rankweil, Vorarlberg. Studium der Medizin an der Universität Innsbruck. Hat sich seit den Siebzigerjahren als Extrembergsteiger, Expeditionsarzt und Höhenmediziner einen Namen gemacht. Anspruchvollste Gipfel und schwierigste Routen auf der ganzen Welt zieren sein Tourenbuch. Als Chefarzt am Stadtspital Triemli in Zürich engagiert er sich für seine andere Leidenschaft, die innere Medizin. Er wohnt in Wernetshausen im Zürcher Oberland und züchtet nebenbei auch Schafe.
Dritter Besteiger der «Seven Summits», der höchsten Gipfel aller Kontinente. Expeditionen zu Manaslu Südwand, Makalu Südwand, Cho Ouy Südwand. Viele grosse Routen in den Alpen, u.a. Eiger- und Matterhorn Nordwand, Grand Jorasses Walkerpfeiler, und in Jordanien, Erstbegehungen in Oman.
Veröffentlichungen: «Mit Eipickel und Stethoskop», AS Verlag, 1999.
«Kopfwehberge», (mit Elisabeth Simons), AS Verlag 2001.
«Nicht geschaffen für die Höhe», Naturforschende Gesellschaft Zürich, 2001.
Über 200 medizinisch-wissenschaftliche Publikationen, sowie Publikationen zu Alpinismus und allgemeinen Lebensfragen.

Robert Steiner

Geboren 1976, aufgewachsen in Ostelsheim, Kreis Calw, Nordschwarzwald. Eltern sind emigrierte Osttiroler. 1997-2003 Studium in Freiburg im Breisgau. Abgeschlossen mit dem Staatsexamen in Geographie und Germanistik. Nun im zweiten Jahr des Referendariats für das Lehramt am Gymnasium in Herrenberg.
Von klein an in den Bergen unterwegs, begann er schon früh mit Klettern. Noch nicht volljährig, hatte er bereits Solobegehungen fast aller grossen Alpen-Nordwände hinter sich: Eiger, Matterhorn, Grand Jorasses. Viele weiter grosse und schwierige Routen in den Alpen, vor allem Montblancgebiet und Eiger, viele Bigwalls in Squamisch, British Columbia, Kanada, und am El Capitan, (Salathé, Sea of Dreams, Jolly Roger, Shield u.a.) zum Teil solo und im Winter (Nose). Expeditionen ins Everestgebiet, Langtang/Tibet, Rolwaling, Tien Shan. Fahrradtouren durch Europa, Pakistan, über den Karakorum Highway nach China, durch die Takla Makan Wüste bis an die tibetische Grenze. Sportkletterrouten bis 9. Grad, Wasserfälle bis 7. Grad.
1997 veränderte ein dramatischer Bergunfall an den Grand Jorasses sein Leben und führte zu seinem viel beachteten Erstlingswerk.
Veröffentlichungen: «Selig, wer in Träumen stirbt», Panico Alpinverlag, 2002.
«Stoneman», Panico Alpinverlag, 2004.
Mehrere Artikel in Zeitschriften.

Felix Ortlieb

Jahrgang 61, verheiratet, zwei Kinder.Beruflich tätig als Muster- und Prototypenbau bei der Electrolux Schwanden/GL. Bergnarr seit 30 Jahren: Vom Wandern bis zur Hochtour, vom Höhlenforschen bis zum Gleitschirmfliegen, vom Bouldern bis zum Bigwall, u.a. «Nose» und «Salathé» am El Capitan. Diverse Erstbegehungen, u.a. «Piratenherz» in der Ortstock Südwand, «Urlix» auf der Handegg, «Höchtor» am Glärnisch. Einrichten von Sportklettergebieten, u.a. Galerie/Amden, Mettmen, Kärpf. Setzt sich schreibend, zeichnend, malend und fotografierend mit dem Thema Berg auseinander.
Veröffentlichungen: «Höhen und Tiefen», 1991, «Kopfwetter» 1995, «Ziger-Trekking, den Rändern des Glarnerlandes entlang», «Klettern im Glarnerland». Alle im Selbstverlag.
Mitarbeit an «Tödi – Sehnsucht und Traum», AS-Verlag 2000, «Glärnisch – Rosen auf Vrenelis Gärtli», AS-Verlag 2003.

Gian Rupf

Geboren 1967 in Landquart/GR, seit 1996 freier Schauspieler und Regisseur in München, seit 2005 in Zürich. Schauspielausbildung in Zürich, Engagements in Wilhelmsaven, Tübingen, Bielefeld, Düsseldorf, München und in Fernsehfilmen. Eigene Theater- und Filmproduktionen: DSCHANGIAN film. Bergsteiger, Ski- und Snowboardfahrer.
Mit René Schnoz hat er für «Bergfahrt 2004» eine dramatische Lesung aus Ludwig Hohls «Bergfahrt» inszeniert, seither mehrfach vorgeführt, u.a. auf einer «Tour de SAC» während zwei Wochen im Sommer 2005 auf über einem Dutzend SAC-Hütten.

René Schnoz

Geboren 1966 in Disentis/GR, Kaufmann und Skilehrer, dann Schauspielakademie Zürich. Schauspieler am Theater Basel, Theater Oberhausen, heute am Theater am Neumarkt, Zürich. Engagements für Radio, Film und Fernsehen, Festspiele und Kleinbühnen.

Domenic Janett

Der Bündner Musiker, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge wurde 1949 in Tschlin/GR geboren. Er absolvierte in Zürich ein Klarinetten-Studium und ist seither freischaffender Musiker. Sein Arbeitsgebiet umfasst dabei Volks- und Blasmusik, Klassik und Jazz. Im Jahre 1991 erhielt er die Auszeichnung des goldenen Violinschlüssels als Anerkennung für sein bisheriges Schaffen für die Volksmusik.
Seit 1974 spielt Domenic Janett Klarinette und Sax bei den Engadiner Ländlerfründa. Er ist auch Mitbegründer der Formation Ils Fränzlis da Tschlin. Die Kompositionen von Domenic Janett zeichnen sich durch sehr hohen musikalischen Gehalt aus. Zuweilen ist auch der Hang zum Experimentellen da.

[ Copyright © Emil Zopfi ]

Gian Rupf und René Schnoz in der Szenischen Lesung «Frisch am Berg».

Fotos: Marisa Estévez